Stadtwerke Potsdam GmbH - Hausinstallationscheck

Hausinstallationscheck – So bleibt die Trinkwasser-Qualität nicht auf der Strecke

Auf dem Weg zur Entnahmestelle in den Gebäuden kommt das Trinkwasser mit verschiedenen Werkstoffen (Rohre, Armaturen usw.) in Berührung. Die Qualität des Trinkwassers darf dadurch jedoch nicht beeinträchtigt werden.

Das richtige Material für Ihre Wasserrohre

Der Hauseigentümer ist zuständig für die Hausinstallation und die Leitungen auf dem Grundstück nach dem Wasserzähler. Gemäß den Anforderungen der Trinkwasserverordnung hat er außerdem für den Erhalt der Trinkwasserqualität in der Hausinstallation zu sorgen, indem er einen zugelassenen Installateur mit den entsprechenden Arbeiten beauftragt.

Die Anforderungen an die Trinkwasserverordnung werden erfüllt, wenn bei Planung, Bau und Betrieb der Installation die allgemein anerkannten Regeln der Technik eingehalten werden. Diese sind in Normen und Regelwerken festgelegt.

Die Trinkwasserverordnung schreibt die Verwendung bestimmter Werkstoffe zwar nicht vor, die Werkstoffauswahl wird jedoch darin angesprochen. Die Werkstoffe sind nach der örtlichen Wasserbeschaffenheit auszuwählen. Zur Auswahl stehen Rohre aus Kupfer, Edelstahl, verschiedenen Kunststoffen oder Kombinationen von Kunststoff und Metall.

Es ist zu beachten, dass die Auswahl des Rohrmaterials entscheidend abhängig ist von der Wasserzusammensetzung, z.B. vom pH-Wert, der Leitfähigkeit und anderen Parametern. Bei der Auswahl eines nicht geeigneten Rohrleistungsmaterials besteht die Gefahr, dass Ihre Rohrleitung korrodiert und/oder vorzeitig verschleißt. Außerdem geben korrodierende Leitungen in erheblichem Maße Metall-Ionen an das Trinkwasser ab. Fragen Sie bitte deshalb Ihren Installateur oder Architekten!

Bei Armaturen auf Qualität achten!

Armaturen werden häufig in Eigenregie ausgewechselt. Grundsätzlich sollte jedoch auch für diese Arbeiten ein Installateur beauftragt werden. Sie gehen sicher, wenn Sie bei der Auswahl der Armaturen auf Qualität mit Prüfsiegel achten, z.B. das DIN/DVGW-Prüfzeichen. Andere, nicht gekennzeichnete Produkte können die Wasserqualität, z.B. durch die Abgabe gesundheitsgefährdender Schwermetalle, beeinträchtigen.

Trink was - Trinkwasser aus dem Hahn

Das Umweltbundesamt bietet in einer Broschüre Informationen und Tipps für Mieter und Haus- und Wohnungsbesitzer an. Der Ratgeber informiert, welche Materialien beim Bau einer Trinkwasserinstallation in Abhängigkeit von den Eigenschaften des vom Wasserversorgungsunternehmen gelieferten Trinkwassers verwendet werden dürfen. Sie sagt auch, woran Sie selbst erkennen, aus welchen Materialien eine bereits eingebaute Installation besteht und inwiefern diese Materialien Risiken für die Gesundheit bergen können.

Die Broschüre "Trink was" können Sie hier herunterladen.

Regelmäßige Spülung der Wasserfilter nicht vergessen!

Wenn Ihre Hausinstallation dem aktuellen Stand der Technik entspricht, passiert das ins Haus fließende Trinkwasser hinter dem Wasserzähler einen Feinfilter. Durch ihn sollen Partikel wie Sand oder kleinste Ablagerungen aus den Rohrleitungen zurückgehalten werden. Die Partikel können sich sonst in der Installation ablagern und zur Korrosion führen, die Dichtungen in den Armaturen beschädigen oder das Wasser eintrüben.

Bei den Filtern gibt es grundsätzlich zwei Ausführungen: rückspülbare und nicht rückspülbare Filter.

Die nicht rückspülbaren Filter besitzen einen auswechselbaren Filtereinsatz, der alle 6 Monate gewechselt werden muss. Ihr Vorteil ist, dass bei jedem Wechsel ein neuer und somit absolut sauberer Filter eingesetzt wird.

Die rückspülbaren Filter sind mindestens alle 2 Monate zu spülen, damit die Ablagerungen aus dem Filter entfernt werden. Bei der Spülung sollte darauf geachtet werden, dass mit viel Wasser und hohem Druck gespült wird. Nur so können sie wirklich frei gespült werden. Leider ist dies oftmals in beengten Räumen und in Räumen, in denen kein Abfluss vorhanden ist, nicht möglich. Dort empfiehlt sich ein nicht rückspülbarer Filter.

Wichtig ist, dass die Filter regelmäßig gespült oder gewechselt werden, damit es nicht zum Druckabfall durch verstopfte Filter kommt oder die Beschaffenheit des Trinkwassers beeinträchtigt wird.

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